Ziegelers bauen....

Wie wir uns entschieden haben, ein Haus zu bauen und was dann geschah....
 

Meta





 

Die Heizung - Wie bekommen wir es billig warm?

Schon am Anfang unserer Planung stand für uns fest: Wir wollen möglichst unabhängig sein von Strom und Gas. Also wollten wir eine Wärmepumpe mit Flächenkollektor installieren. Der Strom hierfür sollte von einer PV-Anlage auf dem Dach produziert werden. Ehrlich zugegeben: Wir hatten uns bislang noch nicht so richtig eingehend mit dieser Technik und deren Kosten befasst.

Als das Angebot vom Heizungsbauer kam, waren wir entsetzt: Fast 25.000 Euro Mehrkosten für die ganze Technik, die wir haben wollten. Also haben wir weitere Angebote hierfür eingeholt - es wurde nicht besser.

Also ging es in die Wirtschaftlichkeitsberechnung. Das System mit der Wärmepumpe würde sich -ohne Berücksichtigung von erforderlichen Sollzinsen - nach 12 Jahren armotisiert haben. Die Durchschnittliche Lebensdauer von Wärmepumpen muss mit 15-18 Jahren angenommen werden.

Also haben wir mit Experten gesprochen, die sich wissenschaftlich mit Energieeinsparung beschäftigen. Deren eindeutiger Rat: Wenn Sie die wirtschaftlich sinnvollste Heizungsanlage haben wollen, nehmen Sie eine Gasbrennwertheizung mit Solarunterstützung.

 

Grundrisse, Kosten und Ausstattung

Nachdem wir uns nun entschieden hatten, dass wir neu bauen wollen, mussten wir erstmal klären, was wir bauen und wie... Also erstmal das Raumprogramm aufgestellt und was wir unbedingt haben wollen. Wichtig war, dass das Gebäude auch unsere Büros aufnehmen musste und Möglichkeit zur Erweiterung bietet.

 

Nach einer Woche intensiver Arbeit hatten wir einen Grundriss entwickelt, der alle unsere Ansprüche erfüllt hat. Das ganze musste natürlich auch so angeordnet werden, dass das Gebäude die Festsetzungen des B-Plans erfüllt. Zugelassen ist nur eingeschossige Bauweise, so dass das Obergeschoss kein Vollgeschoss werden durfte.

Bei der Flächenberechnung wurde uns schon ein bißchen anders: 180 m² Grundfläche, auf beiden Ebenen rund 330 m².

So ganz grob hatten wir mit 1.250 Euro je m² gerechnet, so dass unsere grobe Schätzung schon bei über 412.000 € lag - viel zu viel, unser Limit lag eigentlich bei 275.000 Euro.

Aber da war schon klar, dass wir das Haus nicht kleiner machen können und nicht wollen. Also haben wir uns von verschiedenen Baufirmen Angebote eingeholt. Das teuerste war ein Bauträger, der für den ganzen Bau komplett 310.000 Euro haben wollte. Unsere Stimmung stieg, da man im allgemeinen sagt, dass Bauträger gegenüber einer Einzelvergabe etwa 10-20% teurer sind.

Dann fanden wir einen Bauunternehmer, der sehr engagiert war und die Kosten aller Gewerke für uns zusammengetragen hat. Das passte alles prima in unsere Kostenplanung - bis auf die Heizungstechnik, Sanitärinstalltion und unsere geplante PV-Anlage. (Hierzu schreib ich einen eigenen Artikel). Also haben wir die Heizungsplanung überarbeitet und die Kosten sanken dramatisch.

Unterm Strich standen dann 276.000 Euro für den kompletten Bau.

Was wir nun bauen:

Einfamilienhaus mit einliegendem Bürobereich
Massivbau in KfW-70-Efffizienzklasse, Außenmauerwerk zweischalig mit Klinker, in Teilbereichen mit Holzverkleidung
Eingeschossig nach Baurecht, tatsächlich EG und OG
Offener Wohn- Ess und Küchenbereich, Essbereich über beide Geschosse mit Galerie
Elektroinstallation zurzeit geplant in konventioneller Technik, ggfs. wird aber KNX installiert.
Fußbodenheizung flächendeckend
Gasbrennwertheizung mit Solarunterstützung für Brauchwasser und Heizung
Fenster dreifachverglast, Ug 0,75
Flach- und Pultdächer